Rolltore

Rolltore funktionieren ähnlich wie die Rollläden an Fenstern, sowohl was ihre Bauweise als auch ihr Wirkprinzip betrifft. Sie kommen in Industrie und Handwerk vielfältig zum Einsatz. Im privaten Bereich werden sie vor allem als Garagentore genutzt.

Der entscheidende Vorteil von Rolltoren liegt darin, dass sie Räume, Flächen oder Gebäude abgrenzen, ohne dass viel Platz zum Öffnen benötigt wird. In Sicherheitszonen, beim Brandschutz oder im Katastrophenschutz entpuppen sie sich als anspruchsvolle technische Konstruktionen, die höchste Ansprüche an Sicherheit und Funktionalität erfüllen müssen.

Werkstoffe und Aufbau

Für die übliche Abgrenzung werden Rolltore meist aus Kunststoff gefertigt. Sie setzen sich zusammen aus einer Konsole, die die tragenden Bauteile hält, einem Rollpanzer aus Lamellen, den Führungsschienen, dem Antrieb, Bedienelementen und Sicherungseinrichtungen.

Je spezieller das Einsatzgebiet, desto komplexer die Konstruktion und hochwertiger die Materialien. Rollpanzer aus Aluminium und Stahl werden dort verwendet, wo Brandschutz und Einbruchsicherheit gefragt sind.

Die Lamellen des Rollpanzers lassen sich formschlüssig ineinanderfügen. Bei besonderen Anforderungen können sie zusätzlich durch andere Konstruktionselemente verbunden werden. Feuerhemmende oder beschusssichere Rolltore enthalten zudem spezielle Füllmaterialien.

Heutzutage öffnen und schließen sich Rolltore per Funksteuerung oder elektronischen Steuerimpulsen. Handkurbeln sind kaum noch im Einsatz und dienen höchstens als Notfalllösung.

Schutzmaßnahmen

Gewerblich genutzte Tore und Rolltore unterliegen strengen Sicherheitsauflagen. Eine jährliche Sicherheitsprüfung – die sogenannte UVV-Prüfung – ist gesetzlich vorgeschrieben. Wegen ihres Gewichts und ihrer Bewegung können diese Tore schwere Unfälle verursachen, wenn die Vorschriften missachtet oder leichtfertig behandelt werden.

Besonders die Fangvorrichtungen, die ein Herabstürzen des Rollpanzers verhindern, benötigen regelmäßige Kontrollen.

Fazit

Rolltore eignen sich flexibel zur räumlichen Abgrenzung von Bereichen und Gebäuden. Sie erfüllen dabei Aufgaben wie Wärmeschutz, Brandverhinderung und Lärmschutz. Ihre Ausführung und Bedienung ist stets im Hinblick auf den Arbeitsschutz zu prüfen.